Linux für Multimedia-Aktivisten

29. Juli 2007

Ich hatte mir schon seit langem vorgenommen, hier mal einen Beitrag über eine sehr interessante Distro zu veröffentlichen. Heute komme ich endlich dazu. 

dyne:bolic ist eine außergewöhnliche LiveCD-Distribution. Sie richtet sich vor allem an die User, die ihrer Kreativität mit Musik, Videos, Radiostreams, Grafik, Webseiten, Programmen etc. auf einfache und vor allem freie Art und Weise Ausdruck verleihen wollen. Das allein wäre aber noch nicht außergewöhnlich. Das Besondere an dyne:bolic sind verschiedene Konzepte zu Installation, Software- und Hardware-Nutzung. 

Statt Installation: Dock & Nest

Anstatt dyne:bolic zu installieren, kopiert man einfach den Ordner dyne von der LiveCD auf die Festplatte. Startet man danach mit der CD, wird der Ordner automatisch erkannt und man hat die Wahl zwischen Live-Modus und Festplatten-Modus (der natürlich wesentlich schneller geht).  Dieser Vorgang nennt sich docking.

Nest hingegen ist das Anlegen eines permanenten Home-Verzeichnisses auf der Festplatte oder einem USB-Stick. So lassen sich Änderungen speichern, die sonst nach dem Neustart natürlich verloren wären. Außerdem speichert man seine persönlichen Dateien in diesem Verzeichnis.

Das besondere an diesem Nest-Verzeichnis ist, dass man es automatisch verschlüsseln kann, um anderen den Zugang dazu zu verweigern. Das ist z.B. praktisch, wenn man seinen USB-Stick mal verleiht oder verliert. Dann sind die persönlichen Daten geschützt. 

Ressourcenhunger oder Appetithappen?

Obwohl sich mit dyne:bolic auch anspruchsvolle Multimedia-Aufgaben erledigen lassen, ist die Distro darauf ausgelegt, die Hardware zu schonen. Sie läuft auch auf älteren PCs, die sich so recyclen lassen. Als Mindestvoraussetzung wird ein Pentium1 oder vergleichbarer Prozessor genannt. Da die Installationsgröße in etwa der LiveCD entspricht, kann auch die Festplatte entsprechend klein ausfallen.

Als Desktop setzt dyne:bolic auf Leichtgewichte wie windowmaker oder xfce. 

bolic mit Windowmaker  bolic mit XFCE

Auch bei der Hardware-Nutzung gibt es wieder ein ganz besonderes Konzept: Startet man mehrere Computer in einem Netzwerk mit der dyne:bolic-CD, verbinden sie sich automatisch zu einem Cluster. So lassen sich dann die Ressourcen verschiedener (auch schon betagter) Systeme für anspruchsvolle Aufgaben gemeinsam nutzen.

Programm-Auswahl

Auf der ca. 700MB umfassenden LiveCD finden sich allerhand Programme für verschiedene Bereiche:

Videobearbeitung mit cinelerra

Kino, Cinelerra, Avidemux, HasciiCam, Xine, FreeJ, DVDStyler, Transcode … für den Bereich Video,

GIMP, Inkscape, Blender, Gphoto, XSane, imagemagick… für Fotos und Bilder usw.,

Firefox, links, links2, Thunderbird, Mutt, Kiax (VoIP), KTorrent, Bittorrent, Gnutella, XChat, Gaim, GFTP, VNCViewer, VNCServer, Nmap, Traceroute, nvu… für alles was mit Internet, Mail, Chat und Netzwerk zu tun hat,

inkscape und links2 ReZound und Rosegarden

Amarok, Audacity, Hydrogen, JackRack, ReZound, Rosegarden, Streamtuner, MuSE, XMMS… für Audio und Musik,

Abiword, Scribus, Lyx, Ted, Nedit, Nano für Texte,

K3b, Parted, Rox, Samba, xFE, MC, GRSync… für Datenverarbeitung,

Glade, Fluid, Vim, Adie fürs Programmieren,

und und und… 

mehr Programme!

Wem die Auswahl nicht reicht, der hat die Möglichkeit, spezielle dyne-Module zu "installieren". Die Installation geht genauso einfach wie das docking. Man kopiert einfach ein Modul in den Ordner dyne/modules auf die Platte und startet das System neu – fertig.

Als Module gibt es z.B. OpenOffice, eine Spielesammlung oder ein Programmier-Paket mit Gambas und verschiedenen anderen Tools zur Softwareerstellung.

Außerdem kann man Slackware-Pakete installieren und hat so eine noch größere Auswahl. RPM- und DEB-Pakete funktionieren bisher leider noch nicht. Ich könnte mir aber vorstellen,dass das noch kommt.

mehr Informationen!

Weitere Infos über dyne:bolic, den Chef-Entwickler Dennis Jaromil Rojo und das Team, das mit ihm arbeitet, gibt es unter anderem hier:

Ein Artikel über dyne:bolic, die Philosopie dahinter, Jaromil und Rastasoft als PDF- oder HTML-Version

Website von dyne:bolic

Wikipedia über Jaromil aka Dennis Rojo 

Interview mit Jaromil über sein Leben in einem besetzten Haus in den Niederlanden und sein Wirken in der Linux-Community. 

Website von Rastasoft, die für verschiedene mit dyne ausgelieferte Programme verantwortlich sind. 

 

Schaut Euch die Sache mal an, es lohnt sich!

Gruß,

pableo 

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Linux webbasiert

29. Juli 2007

Ich bin heute auf eine interessante Sache gestoßen: eye-os

Screenshot eye-os

Das ganze ist ein webbasiertes Betriebssystem. Es residiert auf einem Server und kann über jeden beliebigen Browser aufgerufen werden. So lässt sich von jedem internetfähigen PC aus auf dem eigens eingerichteten Linux-Betriebssystem arbeiten, ohne dabei Spuren zu hinterlassen.

Statt eines USB-Sticks

Wenn man unterwegs gerne seine mit anderen Programmen arbeitet, als sie der Standard Windows-PC hergibt, hat man einerseits die Möglichkeit, portable Anwendungen auf einem Stick mitzunehmen. Die Gefahr ist dabei immer, sich den Stick an einem fremden PC mit Viren zu versäuchen.

Der Weg, den eye-os geht ist ein anderer. Man lässt das ganze Betriebssystem auf einem Webserver laufen und greift darauf zu von wo auch immer man will. So kann man seine gewohnten Anwendungen nutzen und seine Dateien speichern, ohne etwas mitnehmen zu müssen. 

Der Nachteil ist natürlich, dass man für den Spaß immer einen PC braucht, der ans Internet angeschlossen ist.

to be root or not to be… 

Es gibt zwei Möglichkeiten eye-os zu nutzen:

1. Man richtet einen kostenlosen Account auf eye-os.de ein und kann dann die Standard-Konfiguration des Systems nutzen.

2. Man installiert eye-os auf einem eigenen Webserver und hat dann volle root-Rechte.

Der Vorteil von Variante 2 ist wohl eindeutig. So lässt sich auch Software modifizieren und das System erweitern. Man braucht nur einen Webserver mit PHP. Der Rest läuft über einen quasi-automatischen Installer.

Wer das ganze aber nur mal testen möchte, kann auch Variante 1 nutzen oder sich über den Demo-Account einloggen. Viel Spaß damit.

Ist das wirklich sinnvoll?

Das weiß ich nicht, es ist auch nicht an mir, das zu entscheiden. Auf jeden Fall ist es eine lustige Idee. Die Vorstellung von jedem beliebigen PC mein eigens konfiguriertes Linux nutzen zu können und meine Dateien von zu Hause dann wieder abzurufen finde ich jedenfalls reizvoll. 

weiterführender Link

Linux.com

 

Gruß,

pableo 

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Mitmachtage

5. Juli 2007

Nun ist es bald soweit, ich sehe meiner (wie ich meine) verdienten Erholung entgegen. Es hat sich gezeigt, dass es sich besonders in diesem Jahr gelohnt hat, viel Zeit und Mühe in das Projekt Linux in Lübeck zu stecken. Ich bedanke mich hiermit bei allen, die mitgemacht haben und sich auch von langweiligen Vorträgen nicht abhalten ließen, auch das nächste Mal wieder vorbeizukommen. Ich wünsch schöne Wochen und melde mich dann wieder, wenn ich das ganze überlebt haben sollte (wovon ich allerdings ausgehe)

Bis dahin möchte ich euch bitten, euch intensiv über die Google Mailingliste (http://groups.google.com/group/lug-luebeck) auszutauschen. Normalerweise braucht man da einfach nur ne Email an die Adresse zu schicken, über die ihr eingeladen worden seit. Wenn es Fragen gibt oder wenn noch jemand aufgenommen werden möchte, der noch nicht in der Liste dabei ist, dann wendet euch bitte zuerst an Martin, den ihr in den nächsten Tagen über seine Email martin (punkt) gummi (ät) gmx (punkt) net erreichen könnt.

Also dann bis später. … Ach ja.. bevor ich es vergesse, es ist nicht immer so, dass man sich mit Fragen an jemanden wenden muss, man kann auch seine neueste Entdeckung einfach in die Mailingliste posten. Und damit es alle lesen können, die noch nicht an der Liste Teilnehmen, kommt hier vorerst mein letzer Tip:

Wenn man in Gnome unter System > Einstellungen > Menüs und Werkzeugleisten das Häckchen bei "Bearbeitbare Menü-Tastenkombination" setzt, kann man in Gnome-Anwendungen sehr einfach das Tastenkürzel für den gewählten Menüpunkt anpassen. Dazu wähl man das Menü aus und geht mit der Maus drauf (ohne zu klicken) und drückt dann die entsprechenden Tasten. Mit <Entf> bekommt man das auch wieder weg.

Nun kann man das Tastenkürzel verwenden, auch wenn es dafür vorher garkein Kürzel gab.

Aber: Es scheint so, dass nicht jede Anwendung diese Belegung speichert. Gedit speichert die Einstellung, Gnumeric irgendwie nicht. Aber trotzdem kann man davon profitieren, wenn man eine Funktion sehr oft benutzen muss, für die es z.B. kein Tastaturkürzel gibt.

Ausprobieren und Spass haben… 

Michael

 

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Kieler Linuxtage

3. Juli 2007
7. September 2007 09:30bis8. September 2007 16:00

Mich erreichte gerade folgende Info: 

Hallo,

wir formieren in Kiel gerade eine Linux Community aus verschiedenen
Vereinen. Außerdem bereiten wir die Kieler Linuxtage 2007 vor. Ich
fände es klasse wenn ihr auch vorbeikommt. Es gibt auch die
Möglichkeit Workshops oder Vorträge zu halten.  Wenn Interesse mischt
euch einfach ein bei http://linuxtage.kielwiki.de/

Thilo

Vielleicht wäre da ja mal ganz interessant.

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Sommerpause – ach nöö

3. Juli 2007

Ich habe für die bessere Kommunikation untereinander mal eine Gruppe/Mailingliste angelegt und bereits eine handvoll Leute zu dieser Mailingliste eingeladen. Die Mailingliste findet ihr unter dieser Url.

http://groups.google.com/group/lug-luebeck

Jeder der da mitmachen möchte, sollte mir eine Email schreiben (oder da irgendwo unter der Adresse irgendwas klicken), damit ich ihn bis zum 06.07. noch aufnehmen kann. Ich wünsche ansonsten schonmal viel Spass in der Zeit, wo ich euch nicht behelligen kann.

 

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Treffpunkt Linux – Shorty’s die 2.

20. Juni 2007
28. Juni 2007
19:00bis22:00

Das erste mal bei Shortys Cantina hat super geklappt. Die Zeit war wie immer zu kurz. Ich möchte mich hiermit nochmals für die Räumlichkeiten und den hervoragenden Service danken und freue mich auf viele weitere Treffen.

Ich lade hiermit also zum 2. Linuxtreffen in Shortys Cantina (Anfahrt). Wir treffen uns 19 Uhr im Lokal und gehen dann gemeinsam so gegen 19:15 in den Raum. Wichtig: Strom haben wir, Netzwerkkabel sollte man zur Sicherheit mitbringen. Wenn jemand einen Laptop dabei hätte wäre das sehr hilfreich, ich kann leider keinen PC mitschleppen.

Themenvorschlag: Nochmal SSH und Netzwerke (DHCP, DNS, Firewalls, etc)

Es wäre schön, wenn ich vorher von jedem Interessenten eine Email bekommen könnte, damit ich so abschätzen kann, was auf uns zukommt. Besten Dank 

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Treffpunkt Linux – Wir haben einen Raum

6. Juni 2007
14. Juni 2007
19:00bis22:00

Heute ist ein guter Tag. Wir haben einen Raum. Netterweise stellt uns Shortys Cantina einen Raum zur Verfügung, wo wir uns Linuxthemen widmen können. Wir haben Zugriff aufs Internet und alles lebensnotwendige ist auch vorhanden.

Was liegt da näher, als gleich zum Treffpunkt zu laden. Da ich beruflich und privat gerade ziemlich ausgelastet bin, verschiebe ich den Termin um eine Woche auf den 14.06.2007.

Ich lade hiermit also zum Linuxtreffen, dass vorerst ab sofort in Shortys Cantina (Anfahrt) stattfinden wird. Wir treffen uns 19 Uhr im Lokal und gehen dann gemeinsam so gegen 19:15 in den Raum. Wichtig: Strom haben wir, Netzwerkkabel sollte man zur Sicherheit mitbringen. Wenn jemand einen Laptop dabei hätte wäre das sehr hilfreich, weil ich nicht weiß, ob ich einen PC mitschleppen kann.

Thema fürs nächste Mal (wenn keine anderen Interessen vorliegen): Login und Rechtesystem, SSH Grundlagen

 

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Treffpunkt Linux

20. Mai 2007
23. Mai 2007
19:00bis22:00

Ich möchte hiermit zum Linuxtreffen laden. Ich freue mich, darauf hinweisen zu dürfen, dass wir bei diesem Treffen Unterstützung durch die SeniorInneneinrichtungen der Hansestadt Lübeck erhalten. Der Treffpunkt wird in den dortigen Räumlichkeiten stattfinden.

An diesem Abend werden wir uns schwerpunktmäßig mit Themen wie Netzwerken und Groupwarelösungen beschäftigen.

die Adresse:

SeniorInneneinrichtungen der Hansestadt Lübeck
Wattstr. 7
23566 Lübeck

die Anfahrt:

Straßenkarte mit Google Maps

Ich freue mich auf rege Teilnahme.

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Eine kleine Fundgrube

10. Mai 2007

Da ich es noch nicht geschaft habe, meine del.icio.us Links auf meinem Blog zu veröffentlichen, mache ich es kurzerhand hier:

http://del.icio.us/michael.mosmann 

 

Viel Spass beim Finden. 

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Treffpunkt Linux – meine eigene Webseite

2. Mai 2007
10. Mai 2007
19:00bis22:00

Ich würde gern beim nächsten Treffen mal das Thema Webseite und alles was dazu gehört anreißen. Das ist wieder nur ein Vorschlag und hält uns natürlich nicht ab, andere Themen zu behandeln.

Hinweis 

Der Treffpunkt findet leider nicht am 3.5. statt. Ich bin leider beruflich und privat derart stark eingebunden, dass ich die Zeit leider nicht freihalten kann. Deshalb findet der Termin dann eine Woche später statt. Ich weiß, dass das jetzt für den einen oder anderen ungünstig fällt. Ich bitte deshalb nocheinmal kurz um die aktuellesten Daten (wer wann kann), damit ich mir wieder einen Überblick schaffen kann.

Dann bis zum übernächsten Donnerstag (10.5.).

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