Gimp Workshop: Masken – die Grundlagen
Im letzten Teil habe ich die Funktion und die Handhabung von Ebenen in Gimp beschrieben. Das dabei das Thema Ebenmasken schon irgendwie dabei war, hat vielleicht der eine oder andere bereits gemerkt.
Was ist eine Maske?
Eine Maske wird in der Bildbearbeitung benutzt, um durchsichtige Bereiche und undurchsichtige Bereiche zu definieren. Dabei ist das nicht immer so schwarz/weiß wie man vermuten möchte, sondern ist fließend. Daraus resultiert, dass so eine Maske farblos ist, also in Graustufen dargestellt wird.
Masken in Gimp
Gimp kann für jede Ebene eine Maske anlegen. Diese Maskeninformation kann durchaus auch für die Hintergrundebene interessant sein, weil man die Transparenzinformation (hinter dem Hintergrund ist ja nichts) z.B. im Tiff-Bildformat auch abspeichern kann. Einige Programme werten diese Informationen aus, so dass man z.B. in Layoutprogrammen mit teiltransparenten Bildern arbeiten kann.

Was vielleicht immer wieder zur Verwirrung führt, ist die Tatsache. das Gimp für jede Ebene (außer der Hintergrundeben) bereits eine Maske benutzt. Denn wenn ich auf eine Ebene etwas zeichne, dann wird sowohl der Farbwert als auch der Maskenwert entsprechend gesetzt. Allerdings kann das verändern des Maskenwertes verhindert werden, wenn man im Ebenendialog für die Ebene die Maske sperrt.

Auch die Hintergrundebene kann bereits beim Erstellen einer neuen Datei eine Maske haben. Dazu muss man beim Erstellen als Füllung "Transparent" auswählen.

Kurze Zusammenfassung
Gimp benutzt für jede Ebene (mit Ausnahmen, siehe Hintergrundebene) eine "Bild-Maske". Außerdem kann für jede Ebene zusätzlich noch eine Ebenenmaske angelegt werden. Für die Darstellung der Ebene ist also sowohl die "Bild-Maske" als auch die Ebenenmaske verantwortlich. Dabei kommen die Masken nacheinander zur Anwendung.
Am besten stellt man sich das ganze so vor: Die "Bild-Maske" ist mein Bild als "Scherenschnitt". Das was ich dort wegradiere oder ausschneide, kann ich nicht wieder herstellen (es sei denn, man benutzt "Undo"). Die Ebenenmaske entscheidet dann darüber, an welchen Stellen die Ebene transparent ist. Diese Information kann jederzeit neu gesetzt werden und beeinflusst nicht den Ebeneninhalt.
Ausblick
Als nächstes wollen wir das ganze dann auch mal anwenden. Dazu werde ich mir ein einfaches Beispiel ausdenken und die verschiedenen Schritte bis zum Endergebnis beschreiben.
