Gimp Workshop: Ebenen – die Grundlagen

Gimp wirkt auf den ersten Blick recht komplex. So recht weiß man nicht, womit man anfangen mag. Dabei ist es ganz einfach, wenn man weiß wie. Aber das ist es ja meist. Um den Einstieg zu erleichtern, werde ich die verschiedenen Aspekte in einzelnen Workshops behandeln. Ich werde dabei nicht allzu weit in die Tiefe gehen und alle Tips und Tricks erläutern, sondern versuchen, an recht häufigen Problemen Lösungsansätze zu vermitteln. Das soll es als Vorwort erst einmal gewesen sein.

Gimp ist eine Bildbearbeitung, die sich auf Pixelbilder spezialisiert hat.Im Regelfall hat man ein Foto, dass man bearbeiten möchte. Der Einfachheit halber fangen wir aber erstmal mit einem neuen leeren Bild an (Datei > Neu). Wenn wir die Standardeinstellung gewählt haben, bekommen wir ein weißes Bild zu sehen.

Ebenen 

In Gimp kann man verschiedene Bilder wie auf einen Stapel legen. Man kann sich das wie einen Stapel Fotos vorstellen. In unserem Fall haben wir auf dem Stapel genau ein Foto liegen und das ist weiß. Ein Foto bezeichnet eine Ebene.

Man muss sich nun noch vorstellen, dass es ein Foto gibt, dass ganz unten liegt. Auf dieses Foto kann man nur andere Fotos drauflegen. Man kann aber kein Foto darunter schieben. Dieses Foto nennt man Hintergrund. Dieser Hintergrund hat eine Besonderheit: durch dieses Foto kann man nicht durchsehen (da würde man ja den Tisch sehen (bei Gimp liegt auf dem Tisch ein grau kariertes Tischtuch)).

Damit man besser was sehen kann, sollte man auf diese Ebene etwas drauf malen. Einfach den Pinsel nehmen, eine Farbe wählen und drauf los malen.

Neben der aktualisieren Verkleinerung der Ebene steht immer noch "Hintergrund" (Ebenedialog kann man mit Datei > Dialoge > Ebenen anzeigen lassen). In diesem Dialog befindet sich unter der Liste (mit im Moment einem Eintrag) mit den Ebenen verschiedene Knöpfe. Der erste Knopf davon legt einen neue Ebene an, der letzte Knopf löscht die gerade gewählt Ebene.

Neue Ebene anlegen

Beim Anlegen einer neuen Ebene werden wir nach der Auflösung (Breite, Höge) und der Ebenenfüllart gefragt. Zur Auswahl stehen Vordergrundfarbe, Hintergrundfarbe, Weiß und Transparent. Wir legen also ein weiteres Foto auf den Stapel. Dabei können wir uns für eine Farbe entscheiden oder wir legen eine Klarsichtfolie auf den Stapel. Wie zu erwarten würde man bei der Klarsichtfolie das Bild, das drunter liegt durchsehen.

Nun kann man auch auf dem neuen Foto (auf der neuen Ebene) herummalen. Wenn man "Transparent" gewählt hat, sieht es so aus, als ob ich in die Hintergrundebene male. Das macht man vielleicht gerade wirklich. Wichtig dabei ist, dass immer in die Ebene gemalt wird, die gerade gewählt wurde. Wenn man also nun in die Transparente Ebene malt, dann überdeckt es alles dahinter liegende. Ob man wirklich nur auf der "Folie" malt, kann man daran erkennen, dass man die Ebene mit dem Auge unsichtbar macht (Auge da: Ebene sichtbar, Auge weg: Ebene unsichtbar).

Außerdem sollte man jetzt mal den Radiergummi auf die verschiedenen Ebenen anwenden. Dabei wird man feststellen, dass es so ist, als ob man ein Loch in das entsprechende Foto schneidet. 

Damit sollte man erstmal rumspielen um sich mit dem anlegen und löschen von Ebenen vertraut zu machen.

Ebenen kopieren und Reihenfolge ändern

Sobald man mehr als eine Ebene hat, wird man feststellen, dass die Pfeile für hoch/runter aktiviert sind. Damit kann man Ebenen im Stapel umsortieren. Der Effekt ist klar und sollte nachvollziehbar sein. Interessant daran ist allerdings, dass man wie bereits erwähnt, nichts hinter die Hintergrundebene schieben kann.

Es gibt einen weiteren Knopf, der die gewählte Ebene kopiert. Das ist in vielerlei Hinsicht interessant. Zum einen kann man eine Kopie erstellen, um schnell mal was mit der Ebene auszuprobieren und für den Fall, dass es schief läuft eine Sicherheitskopie zu haben. Zum anderen kann man verschiedene Effekte auf das selbe Foto anwenden und die Ergebnisse dann übereinander legen.

Und hier kommt ein wichtiger Hinweis: Die Hintergrundebene kann man natürlich kopieren. Dabei wird die Kopie zu einer normalen Eben. Wenn man nun die Hintergrundebene löscht, dann kann man die anderen Ebene nun hinter die Hintergrundebene (in dem Fall dann die Kopie) verschieben.

Zusammenfassung

Es sollte jetzt einfach sein, neue Ebene anzulegen, Ebenen zu kopieren und auf Ebenen zu zeichnen. Damit kann man schon sehr viel Gestaltungsarbeit erledigen. Damit man so eine Datei auch weiter bearbeiten kann, muss man diese im Gimp Bildformat speichern (Endung xcf).

Ein einer der nächsten Workshops geht es dann darum, mit Masken zu arbeiten. Masken muss man sich wie einen Radiergummi vorstellen, nur mit sehr viel mehr Möglichkeiten.

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